Juli 16, 2020

Etruskisches Pesto mit Olea prilis

Etruskisches Pesto mit Olea prilisOlea Prilis

Ein wenig Geschichte…

Olea Prilis liegt in der Ortschaft Casotto dei pescatori, zwischen Roselle und Vetulonia, zwei Festungen, von denen aus die Etrusker ab 600 v. Chr. das ganze ausgedehnte Gebiet, das sich von der großteils sumpfigen Ebene von Grosseto aus mit verschiedenen Ausläufern bis über Mittelitalien erstreckt, besetzt und beherrscht haben. Ihre Zivilisation, einerseits fortschrittlich doch gleichzeitig immer noch rätselhaft, kannte sich gut mit dem Anbau von Oliven und der Gewinnung von Öl aus. Davon hatte sie eine sehr eklektische Auffassung, die einen großen Einfluss auf sehr unterschiedliche Bereiche menschlicher Tätigkeiten ausübte, in einem anthropologisch-religiösen Synkretismus, in dem sich die Bindung an das Heilige mit weltlichen Aufgaben und Wissen im landwirtschaftlichen Bereich, in der Küche, in der Kräutermedizin, in der umfangreichen Klassifizierung und Kasuistik von Medikamenten und Körperpflege vermischt.
Auch im Gedenken an dieses reiche Erbe beschloss Olea Prilis, das Öl in den Mittelpunkt seiner Produktion zu stellen. Um von den besonderen Eigenschaften des Nativen Olivenöls Extra ‚Olea Prilis‘ zu erzählen und die Bindung zur antiken Kultur der Etrusker nachzuvollziehen, möchten wir einige kulinarische und kosmetische Rezepte ausprobieren, die mit Zutaten zubereitet werden, in denen sich die Etrusker als wahre Kenner auszeichneten. Abgesehen von Olivenöl und Weinreben, waren sie sehr bewandert bezüglich Weizen, Dinkel, Gerste, Bohnen, Erbsen, Wicken, Roggen, Feige, Wildfrüchte und natürlich auch in der Haltung von Rindern, Schafen und Ziegen sowie hinsichtlich Milch und Molkereierzeugnisse. Besondere Aufmerksamkeit galt den therapeutischen Eigenschaften und Wohltaten aromatischer Kräuter und vielen spontan wachsenden Pflanzen wie Blumen, Sträuchern, Wurzeln, die sie immer mit Olivenöl als Basis verwendeten, um Düfte, Cremes und Salben herzustellen.

Zutaten für 4 Personen:

  • Pinienkerne: 1 Handvoll
  • Knoblauch: 1 Zehe
  • 1 Bund von jedem aromatischen Kraut: Basilikum, frischer Oregano, Zitronenkraut, frischer Thymian
  • 2 getrocknete Helichrysum-Blüten (Currykraut)
  • Olivenöl Olea Prilis: halbes Glas
  • Nudeln: nach Wahl zwischen Fettuccine, Tagliatelle, Linguine oder Spaghetti
  • Ziegenkäse: aus Rohmilch und halbhartem Teig
  • Salz: n.B.

Die etruskischen Zutaten des Rezeptes:

Pinienkerne: Alle ovalförmigen Früchte galten bei den Etruskern wegen ihrer eierähnlichen Form als verheißungsvoll, galten als heilig und wurden in der esoterischen Symbolik der Rasenna als Amulett verwendet.

Etruskisches Pesto mit Olea prilisOlea Prilis
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Knoblauch: War sicherlich Grundausstattung in der Küche der Lukumonien Etruriens, denn er wuchs spontan und war eines der heilenden, aphrodisierenden und anregenden Nahrungsmittel.

Aromatische Kräuter: Am häufigsten von Forschern in etruskischen Gebrauchsgegenständen gefundene Rückstände sind Kiefernharz, Rosmarin, Basilikum, Currykraut und Thymian. Diese Essenzen waren bei den Etruskern weit verbreitet, die sie wegen ihrer wohltuenden Eigenschaften sowohl in der Küche als auch in der Kosmetik verwendeten. Das Currykraut oder auch Italienische Strohblume genannt, ist das eigentliche Geheimnis dieses Rezeptes.

Etruskisches Pesto mit Olea prilisOlea Prilis

L’elicriso o fiore “del sole”,  è il segreto di questa ricetta.

Etruskisches Pesto mit Olea prilisOlea Prilis
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Nudeln: Sie waren bereits bei den Etruskern unter dem Begriff Makària oder „Seliges Essen“ bekannt, da sie bei Versöhnungs- und Begräbniszeremonien angeboten wurden.
Eines der Zeugnisse stammt aus der etruskischen Grabstätte der Grotta Bella in Cerveteri, in der einige Nachbildungen von Werkzeugen für die Herstellung frischer Nudeln zu sehen sind, wie z.B. ein Backbrett, ein Nudelholz und ein Schnei

Ziegenkäse: Die Käseherstellung mit Verwendung auch von pflanzlichem Lab wie Zweigen, Feigenmilch, Artischocken und Essig wurde von den Etruskern entwickelt. Sie zogen Ziegenmilch der Kuhmilch vor, da sie letztere für schädlich hielten. Rinder hielten sie in erster Linie, um die Tiere zum Pflügen und für sonstige landwirtschaftliche Arbeiten einzuspannen.

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Das Rezept:

Zuerst wird eine Knoblauchzehe im Stößel zu Brei zerkleinert, dem dann die zuvor gewaschenen und getrockneten Blätter von Basilikum, Thymian, Oregano und Zitronenkraut hinzugefügt werden. Alle diese Kräuter sollten frisch gepflückt werden, mit Ausnahme des Currykrauts, das zum Schluss unter die anderen gemischt, dem Gericht eine besondere Note verleiht. Pinienkerne und nach und nach das Olivenöl hinzufügen, bis eine ziemlich flüssige Sauce entsteht. Mit Salz abschmecken und gerade so lange ruhen lassen, bis die Nudeln in reichlich Salzwasser gekocht sind. Nach dem Abtropfen mit dem etruskischen Pesto anrichten und mit Ziegenkäse und einigen gerösteten Pinienkernen garnieren.

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Fotos und Texte von Caterina Mazzocolin
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